Die Evolution der Biosphäre

von Erich Wühr

9. Mai 2026

Die Evolution der Biosphäre

von Erich Wühr

Stand: Mai 2026

Wir leben in einer Biosphäre: So nennen wir physikalische und chemische Bedingungen, die Leben bzw. lebende (biologische) Systeme hervorbringen können. Bisher kennen wir nur eine Biosphäre – nämlich unser Sonnensystem ...

Bild von Erich Wühr

Wir leben in einer Biosphäre: So nennen wir physikalische und chemische Bedingungen, die Leben bzw. lebende (biologische) Systeme hervorbringen können [1]. Bisher kennen wir nur eine Biosphäre – nämlich unser Sonnensystem.

Unsere Biosphäre war nicht immer so, wie wir sie heute erleben. Ihre Entwicklung begann vor 3,8 Milliarden Jahren als unser Sonnensystem noch „jung“ war. Unsere Erde – der dritte Planet in unserem Sonnensystem – befand sich schon damals genau im richtigen Abstand zur Sonne, so dass sich erste einfache Lebensformen bilden konnten – die so genannten Urbakterien (Archaebakterien).

Aus diesen Urbakterien bildeten sich im Laufe von Milliarden von Jahren die Bakterien, Einzeller und Mehrzeller (Tiere, Pflanzen und Pilze), die wir heute in unserer Biosphäre vorfinden. Diesen Prozess nennen wir Evolution.

Alle biologischen Systeme (Lebewesen) zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich mehr oder weniger gut an ihre Lebensbedingungen anpassen und sich verändernde Lebensbedingungen in einem gewissen Maße ausregulieren können, um ihre Lebensfähigkeit aufrecht zu erhalten. Je komplexer Lebewesen sind, desto größer ist die Spannweite sich verändernder Bedingungen, in denen sie leben können.

Wie hat nun die Natur im Zuge ihrer Evolution immer komplexere und überlebensfähigere Lebewesen geschaffen? Durch das Prinzip der natürlichen Selektion: Lebewesen, die sich gut an ihre Lebenswelt anpassen und Veränderungen ausregulieren, haben die Chance zu überleben und sich zu vermehren. Lebewesen, denen dies nicht gelingt, müssen aussterben. Dies mag in unseren Ohren rigoros und brutal klingen, aber wir müssen dieses Prinzip der Evolution als vorgegeben und unabdingbar hinnehmen.

Die derzeit komplexesten Lebewesen unserer Biosphäre sind wir selbst: Wir können nicht nur reaktiv eine große Spannweite sich verändernder Bedingungen überleben. Wir können sogar Kraft unseres komplexen Gehirns (Verstand und Vernunft) unsere Lebensbedingungen proaktiv für uns förderlich gestalten. Wir können unser Leben weitgehend selbstbestimmt und eigenverantwortlich gelingen lassen.

Das Wissen und die Techniken für artgerechtes Verhalten und für die artgerechte Gestaltung unserer Lebenswelt sind hinreichend bekannt – in der Psychologie, Neurobiologie, Lebensstilmedizin und anderen Wissenschaften. In unseren Workshops, Online-Kursen und unserer EmotioBalance-App vermitteln wir solche Kompetenzen.

Mehr informationen

[1] Wühr E (2011). Systemische Medizin. Auf der Suche nach einer besseren Medizin, 2. Auflage, Verlag Systemische Medizin, Bad Kötzting

[2] Wühr E (2026). Wie ein Leben gelingen kann

[3] Wühr E (2026). "Glückshormone" - Achtung: Suchtgefahr

Autor

Dr. med. dent. Erich Wühr,
Honorarprofessor für das Lehrgebiet Gesundheitsförderung und Prävention am Kompetenzzentrum für Lebensstilmedizin und Naturheilverfahren der Technischen Hochschule Deggendorf in Bad Kötzting (IGM-Präventionszentrum SINOCUR), www.kokonat.eu, erich.wuehr@th-deg.de.

0 Comments

Submit a Comment

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige Onlinekurs Emotionale Intelligenz
Anzeige Poseidon-Gesundheitswoche
Anzeige EmotioBalance App
Anzeige Yang Sheng Gesundheitscoach Ausbildung

Ähnliche Blog-Beiträge

Illustration: ein grasbewachsener Hang mit Büschen über einer weiten Landschaft mit See und Hügeln. Ein schmaler Fußweg steigt von unten nach rechts oben an und biegt dann seitlich ab. Auf dem Weg liegen elf Steine unterschiedlicher Größe verstreut, einer versperrt ihn fast ganz. Ein zwölfter Stein liegt beiseitegelegt im Gras neben dem Wegbeginn. Links der Titel ‚Lebensstilfehler – die zwölf wichtigsten’.

Die zwölf wichtigsten Lebensstilfehler und ihre Folgen

Kurz zusammengefasst Lebensstilfehler sind belastende Verhaltensweisen und Lebensumstände eines Menschen, die für ihn oder sie das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Diese Erkrankungen werden als Lebensstilerkrankungen bezeichnet. Zwölf Lebensstilfehler gelten heute als...

read more
Illustration: ein grasbewachsener Hang über einer weiten Landschaft mit See und Hügeln. Unten am Beginn eines schmalen Pfades steht ein Strauch voller roter Beeren. Der Pfad windet sich den Hang hinauf zu einer Holzbank unter einem großen, alten Baum auf der Anhöhe. Links der Titel ‚Glückshormone – zwischen Lust und Sinn’.

Glückshormone

Im Sinne einer hohen Lebensqualität und Lebensfähigkeit gelingt unser Leben, wenn wir die natürlichen Werte schöpfen – und zwar gemäß der naturgewollten Hierarchie bzw. Priorität und „im rechten …

read more